TIMELAPSE

Zeitrafferverfahren
zur schnelleren Identifizierung
des potentesten Embryos

Das TIME-LAPSE-VERFAHREN ist die bildliche Darstellung der frühen Embryonalentwicklung per Zeitraffer.

Video Copyright: Merck Serono

Wegweisende Technologien im IVF-Labor sollen helfen, die Steuerung und Konsistenz der assistierten Reproduktionsprozesse (ART) zu verbessen“ – was heißt das?

Bei der Befruchtung einer Eizelle außerhalb des Körpers überprüft man üblicher Weise die weitere Entwicklung zu einem Embryo in den ersten Tagen bis maximal zu einem Blastozystenstadium (Tag 5) (Blastozystenkultur) durch eine einmalige Kontrolle pro Tag.
Dafür muss man die Embryonen aus dem Inkubator herausnehmen und durch das Mikroskop betrachten und beurteilen.

1. kann das natürlich immer nur eine Momentaufnahme zu diesem Zeitpunkt der Untersuchung sein und die darauf fußende
2. Qualitätsbeurteilung des zu transferierenden Embryos kann eben nur auf dieser Momentaufnahme beruhen und zusätzlich
3. schwankt das Kulturklima durch das Herausnehmen aus dem Brutschrank – wenn auch nur kurzfristig .

Man weiß aber mittlerweile, dass es verschiedene Parameter der Embryonalentwicklung gibt, wie z.B. die Zeitdauer, die vergeht, bis sich der Embryo von einem Teilungsstadium in das nächste entwickelt, die Aussagen darüber machen, ob dieser Embryo später eine regelrechte Entwicklung nimmt, oder nicht.

Ebenso weiß man nun, dass ein Embryo, bei dem aus einer Blastomere in einem Schritt nicht 2, sondern mehrere Zellen entstehen, später nicht zu einer Schwangerschaft führen kann, auch wenn er dann z.B. am Tag 3 ganz unauffällig aussieht,

mehrfachteilung

oder bei dem eine so genannte „Rückwärtsteilung“ entsteht, d.h. nach einem Teilungsschritt anschließend weniger Zellen vorhanden sind als vorher.

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Diese Ereignisse und auch die Darstellung der adäquaten Zeitachse der notwendigen Teilungsschritte zu einem gesunden und entwicklungsfähigen Embryo kann man nur mit Brutschränken erkennen, in denen für jeden Embryo eine Kamera zur Verfügung steht, die eine lückenlose Dokumentation ermöglicht, OHNE dabei den Embryo überhaupt aus dem Brutschrank nehmen zu müssen.

Bei IVF-SAAR Saarbrücken-Kaiserslautern steht nun eine neue Generation von Inkubatoren zur Verfügung, in die dieses Time-Lapse-Verfahren (Zeitraffer) bis zum 5. Tag der Embryonalentwicklung integriert ist und auf Wunsch zusätzlich angeboten werden kann.
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Damit erhöht sich die Chance, den Embryo mit dem höchsten Entwicklungspotential für den Eintritt einer Schwangerschaft schneller identifizieren zu können und sich damit unnötige Wiederholungsbehandlungen möglichst zu ersparen.

Die Kosten für das Time-Lapse-Verfahren werden allerdings (wie so viele innovative Entwicklungen) leider nicht von den Krankenkassen getragen.
Die Kombination mit der Durchführung der Blastozystenkultur wird dringend empfohlen.