WINDPOCKEN

Varizellen

Windpocken (Varizellen) Die Windpocken sind eine weltweit auftretende Viruserkrankung.

Unter den Kinder-Infektionskrankheiten in Deutschland sind die Windpocken am häufigsten.

Das Virus ist hoch ansteckend.

Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch (Schmierinfektion) – aber auch über größere Entfernungen von mehreren Metern hinweg durch Tröpfcheninfektion (daher der Name „Windpocken“).

Das Virus vermehrt sich zunächst lokal im Nasen-Rachen-Raum und gelangt dann mit dem Blut in die Haut sowie die Schleimhäute, wo es die typischen entzündlichen Hautveränderungen hervorruft.
Zu Beginn treten in den ersten beiden Tagen meist uncharakteristische Symptome auf (z.B. Unwohlsein, Halsschmerzen), dann tritt meist Fieber (selten > 39 °C) für 3 – 5 Tage auf und es bildet sich der juckende und typische Windpocken-Hautausschlag mit Flecken, Knötchen, Bläschen und Pusteln.

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Bei Kindern verlaufen die Windpocken meist gutartig.

Eine Windpocken-Erkrankung

bei Schwangeren kann in Abhängigkeit vom Schwangerschaftszeitpunkt zu schweren Schädigungen des Ungeborenen und eine Infektionen um den Zeitpunkt der Geburt zu schweren Schäden und zum Tod des Neugeborenen führen.

Impfung

Der Windpocken-Impfstoff ist ein Lebendimpfstoff und wird von der deutschen Experten-Kommission für Impfungen „STIKO“ als Standardimpfung für Kinder als auch für gefährdete Personengruppen empfohlen.

Deshalb sollte bis dato 3 Monate nach einer Impfung keine Schwangerschaft eintreten.
Die neuerdings von uns verwendeten Impfstoffe erlauben es aber, dass bereits 1 Monat  nach der Varizellen-Impfung wieder der Versuch unternommen werden kann, eine Schwangerschaft zu erlangen.
In dieser Zeit müssen Sie aber für eine sichere Verhütung sorgen!

Die Windpocken-Impfung hinterlässt einen gut wirksamen Schutz für den Geimpften vor einer Infektion.

Für eine volle Immunisierung wird eine 2-malige Impfung im Abstand von 6 Wochen empfohlen (mit anschließender Wartezeit - s.o.)

Als Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff kann es an der Injektionsstelle, vor allem bei Erwachsenen nach der 2. Impfung, zu vorübergehender leichter Rötung, Schmerzhaftigkeit und Schwellung kommen.

Vor Beginn einer Behandlung werden wir Ihren Varizellen-Titer bestimmen und bei nicht vorhandenem Schutz muss eine Impfung zu Ihrem und dem Wohl Ihres späteren Wunschkindes erfolgen.